Die März-Auktion in der Halle Gartlage konnte sowohl in der Preisgestaltung als auch in puncto Qualität der Färsen nicht ganz an das sehr hohe Niveau der Februar-Auktion heranreichen. Am Ende wurde bei den weiblichen Tieren ein Durchschnittspreis von 2618 € realisiert. Bei den Deckbullen blieb der Preis zunächst sehr stabil und der mit 20 Bullen vollständig geräumte Markt verbuchte ein Plus von 20 € auf 2768 €. Der Spitzenpreis der Auktion mit 4500€ wurde folgerichtig auch bei den Bullen erzielt. Bei diesem Topbullen handelte es sich um einen sehr gut entwickelten und korrekten Comet-Sohn von Westrup-Koch, der zusätzlich auch sehr ausgeglichene genomische Zuchtwerte vorweisen konnte. Dieser Bulle stammt übrigens wie schon der Topseller der letzten Auktion aus einer Vollschwester des OHG-Vererbers RAMBO PP und ging im Kaufauftrag an einen Stammkunden aus der Städteregion Aachen. Zwei weitere beeindruckende rotbunte Bullen, mit ebenfalls hohen Genomics, erzielten jeweils 3800 €. Zunächst wurde für diesen Preis ein Redford-Sohn von Timmering-Brandl im Kaufauftrag nach Hessen zugeschlagen. Dieser auffällige Bulle kommt aus einer sehr leistungsstarken Ginger-Tochter, die über die TGA zugekauft wurde und ihrerseits eine Halbschwester von MAGIC-RED ist, dessen erste abgekalbte Töchter aktuell zu gefallen wissen. Der zweite rote Spitzenbulle stammte interessanterweise aus einer dritten RAMBO-PP-Vollschwester und weist als Shield-Sohn ein nicht alltägliches Red-Holstein-Papier auf. Dieses interessante Zuchtprodukt von Westrup-Koch ließ sich ein Züchter aus dem Landkreis Friesland nicht entgehen. Neben den drei zuvor genannten Bullen erzielten noch drei weitere Bullen Steigpreise von 3000 € und mehr.

Bei den Färsen setzte sich der Betrieb Meyer, Sierhausen mit einer Capone-Tochter an die Spitze der Preisliste. Diese starke und kompakte Färse mit einem extrem festen und lebhaften Euter konnte gleich eine ganze Reihe von Kunden auch zusätzlich mit ihrer Leistung von über 40 kg Milch überzeugen. Am Ende fiel der Hammer nach intensivem Bietduell bei 4300€ zugunsten eines hessischen Kunden. Hinter dieser Topfärse reihte sich eine PRIME-Tochter, Katalognummer 167 von Esselmann, Druchhorn, ein. Dieses mit 45 kg Milch bereits sehr hochleistende Tier wurde für 4100 € am Abend Richtung Belgien verladen. Mit an Bord dieses LKWs war das dritte und dann auch letzte Rind, welches mit 4050 € die 4000er-Marke knacken konnte. Diese MIRCO-Tochter von der Westendorf GbR wusste ebenso mit mehr als 40 kg Milch als auch mit ihrem Exterieur zu gefallen. Jeweils 3900 € erzielte der Betrieb Beyer, Seeste für eine MIKE- und eine Soysauce-Tochter. Aus dem breiten Angebot verschiedener Väter konnte dieses Mal gerade MIRCO wieder mit deutlich überdurchschnittlichen Töchtern auf sich aufmerksam machen. Ebenso auffällig waren aber auch erste NEXO- und MILO-Töchter sowie weiterhin die leistungsstarken und funktionellen MIKE-Töchter. Insgesamt konnte der Markt leider nicht ganz geräumt werden, da diesmal der Anteil an Färsen mit Ansagen deutlich höher war und sich nicht für jedes dieser Tiere ein Käufer fand.

Die nächste Osnabrücker Auktion findet am 15. April 2026 statt und es werden ca. 300 Tiere erwartet.

Tierkategorie Auftrieb Verkauf Preismittel Preisspanne Veränderung
Bullen 20 20 2768 € 1600 € – 4500 € +20 €
Kühe 1 1 1850 €
Rinder 193 184 2618 € 1400 € – 4300 € -440 €

Capone-Tochter von Meyer, Sierhausen für 4.300 €

Candy-Tochter von Konersmann, Natrup-Hagen für 3.600 €

MIRCO-Tochter von Westendorf GbR, Osteressen für 4.050 €