Unter diesem Gesichtspunkt nahm die Zuchtviehauktion in Osnabrück, vor allem bei den abgekalbten Färsen, einen erstaunlich flotten Verlauf.

Den Anfang machten, wie gewohnt, die Bullen, die ebenfalls zügig und problemlos verkauft wurden. In dieser Tierkategorie wurde dann auch der Tageshöchstpreis von beachtlichen 5.100 € erzielt. Hierbei handelte es sich um den insgesamt sicher auffälligsten und korrektesten Bullen des Tages, und zwar einen Sega P-Enkel mit einem mütterlichen Pedigree der absoluten Spitzenklasse. Seine Mutter RR Beacon Rita EX-92 steht aktuell bei über 141.000 kg Lebensleistung und auch ihre Mutter RR Rikana EX-91 brachte es schon auf fantastische 144.000 kg LL. Ein Stammkunde aus Schleswig-Holstein ließ sich diesen Topbullen von Reinermann, Rüsfort deshalb nicht entgehen. Auch der zweitteuerste Bulle (für 4.000 € nach Belgien) stammte aus dem Betrieb Reinermann und hierbei handelte es sich um einen homozygoten A2P2 -Sohn, der ebenfalls durch seinen korrekten Körperbau überzeugen konnte und auf den bekannten E-Stamm zurückgeht. Noch 3 weitere Bullen erzielten Preise über 3.500 € und stammten von den Betrieben Timmering-Brandl Milch KG, Ossege und Reinermann.

Bei den Rindern war im Vorfeld bereits abzusehen, dass die Nachfrage nicht ganz gedeckt werden könnte. Da in der Halle die Qualität der Tiere ebenfalls voll und ganz überzeugen konnte, fiel den Käufern die Wahl nicht schwer. So war es auch nicht verwunderlich, dass der Preisspiegel eine breite Mitte hatte mit leichten Preisausschlägen nach oben und einigen wenigen Ausschlägen nach unten. An der Spitze mit 3.800 € lag eine Enclave-Tochter von der Bunge Agrar. Diese konnte mit sehr viel Kraft, einem sehr guten Euter und einer Einsatzleistung von über 50 Litern einen Kunden aus Belgien überzeugen. Direkt dahinter reihte sich eine CALVIN-Tochter von Engelke in Loxten ein. Diese extrem ausgeglichene Färse mit einem tollen Seitenbild und ebenfalls sehr gutem Euter wurde einem Züchter aus Niedersachsen für 3.700 € zugeschlagen. Der gleiche Züchter sicherte sich zuvor bereits eine sehr auffällige rotbunte SPOT-RED-Tochter von der Niemeyer-Meyer GbR. Bei 3.650 € war hier die Entscheidung zugunsten des Züchters gefallen. Weitere 50 Rinder konnten 3.000 € und mehr erlösen und sind ein weiteres Indiz für die in der Breite sehr gute Qualität der September-Auktion in Osnabrück. Von den Osnabrücker Bullen konnten wieder MIKE und MILO, aber auch CALVIN und NEVADA mit mehreren Töchtern und überdurchschnittlichen Preisen überzeugen.

Aufgetriebene Tiere Verkaufte Tiere Durchschn.-preis Preisspanne von – bis  Vergleich Vorauktion
Bullen 28 28 2839 € 1800 € – 5100 € + 1 €
Rinder 119 119 2900 € 1600 € – 3800 € + 383 €

Die nächste Osnabrücker Auktion findet am 14. Oktober 2026 statt und dort wird wieder ein Gesamtangebot von etwa 300 gemeldeten Tieren erwartet.

CALVIN-Tochter Kat.-Nr. 113 von Engelke, Loxten

MIKE-Tochter Kat.-Nr. 119 von Schmidt, Kettenkamp

NEVADA-Tochter Kat.-Nr. 94 von Linkmeyer, Haltern