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Hof Seeger in Schwagstorf - der ideale Standort für die Tierschau 2017

Das Gebiet der von der Osnabrücker Herdbuch eG betreuten Rindviehzuchtvereine ist seit einigen Jahren in drei Tierschaubezirke aufgeteilt und in diesem Jahr stand die Tierschau rund um das Moorgebiet (Venner- und Campemoor) an. Jedoch fand sie nicht auf dem traditionellen Gelände bei der Gaststätte Beinker statt, sondern der Hof Seeger in Schwagstorf hatte die Rindviehzüchter und andere Tiersparten ebenso wie Bauernmarkt-Aussteller und Gewerbeschauinteressenten eingeladen, in Verbindung mit einem Tag des offenen Hofes, Landwirtschaft zum Anfassen zu präsentieren. Bei idealen äußeren Bedingungen und einem hervorragend präparierten Gelände fand die Veranstaltung am Sonntag, dem 3. September, enormen Zustrom und war damit sicherlich seit Jahrzehnten die am besten und am stärksten besuchte Veranstaltung in dieser Region mit weit über 10.000 Besuchern. Die Vielfalt des Programmes und die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen (Rindviehzuchtvereine, Landvolk, Landfrauen, Landjugend und vor allem die Familie Seeger) sorgten dafür, dass sich die Besucher rundum gut informiert und unterhalten fühlten. Selbst ein unerwarteter Regenschauer gegen 14:30 Uhr tat der Veranstaltung und dem Besucherzustrom keinen großen Abbruch und nach 10 Minuten lief alles in geordneten Bahnen weiter.

Sehr gute Beteiligung bei Tierschau und starker Wettbewerb bei Züchtersammlungen

Zu Beginn der Tierschau werden traditionell Züchterfamilien vorgestellt, wobei sich die sehr euterstarken Kühe der Nölker’schen Chelsea-Familie klar durchsetzen konnten gegen die rotbunten Kühe der Halla-Familie von Winter in Welplage. Danach stand in 5 Betriebsgrößenklassen das Richten der Züchtersammlungen an, bei dem alle Beschicker mit mehr als 3 Kühen aus einem Bestand teilnehmen konnten. Immerhin gut die Hälfte und damit 17 Beschicker stellten sich diesem interessanten Wettstreit, wo es nicht nur um die Qualität der Einzelkühe geht, sondern vor allem um die Einheitlichkeit der Kollektion. Zumeist kann man bei den Züchtersammlungen schon erkennen, wer wohl auch im weiteren Verlaufe der Einzelrichtentscheidungen vorne mitmischen kann. Für die Siegerauswahl qualifizierten sich die Sammlungen der Betriebe Kolckhorst-Kahle aus Haltern, Redecker aus Schwagstorf, Schulze-Placke aus Vennermoor, Ballmann aus Vennermoor und Gr. Klussmann aus Campemoor, der als einziger mit 3 Färsen (von den OHG-Bullen Matrix, Davos und Best) angetreten war. Aufgrund ihrer Homogenität und Qualität der Einzelkühe konnten die 3 Zweitkalbskühe von Kolckhorst-Kahle bestehend aus der Earnhardt-Tochter Chiara, der Galaxy-Tochter My-Live und der Boss-Tochter Annalena, den Siegertitel erringen vor drei starken Zweitkalbskühen aus dem Betrieb Ballmann. Eine ehrenvolle Erwähnung verdienten sich die gerade in punkto Euterqualität ebenfalls herausstechenden Redecker’schen Kühe.

Preisrichterin Carina Nölker vor dem Siegerklaps
an die Kühe von der Siegersammlung Kolckhorst-Kahle
von links: Boss Annalena, Earnhardt Chiara und
Galaxy My-Live

Reservesiegersammlung von Ballmann
von rechts: Bradnick Evelina, Gold-Red Abbygail und
Dempsy Lotta
(Fotos: Dorothee Warder)

Vier 100.000-Liter-Kühe zum Auftakt

Bei den alten Kuhklassen wurde den Zuschauern in der ersten Richtklasse ein ganz besonderer Leckerbissen präsentiert mit 4 herausragenden Dauerleistungskühen, die alle bereits mindestens 12 Jahre alt waren und die 100.000 kg Lebensleistungsmarke überschritten hatten. Die in punkto Lebensleistung am höchsten liegende KKH Karmelinda (> 125.000 kg) zeigte gleichzeitig auch die größte Frische und konnte sich so als Klassensiegerin durchsetzen. Auch in der Folgeklasse waren mehrere bereits sehr hohe Lebensleistungskühe vertreten und in punkto Frische, Korrektheit und Jugendlichkeit stach hier ganz besonders die auch von früheren Schauen her bekannte Jose-Tochter Goldstern von Zarth in Wimmer als Sechstkalbskuh heraus. In der 3. Richtklasse setzte sich schließlich die vor drei Jahren bei der gleichen Veranstaltung als junge Kuh erfolgreiche Beacon-Tochter KKH Brilliand durch und beeindruckte die Preisrichter durch ihr gutes Komplettpaket von Körper und Typ sowie Korrektheit im Fundament und fest ansitzendem Euter. Aus den drei nachfolgenden Richtklassen konnte am ehesten noch die bei der DHV-Schau als beste Osnabrücker Kuh auffällige Beau-Tochter Barcelona von Nölker an die Qualität der zuvor genannten heranreichen, aber letztlich fehlte ihr, die bereits im nächsten Monat zum 4. Kalb trocken gestellt werden muss, an diesem Tag die Frische, um das herausstechende Duo von KKH Brilliand als Siegerin und Jose Goldstern als Reservesiegerin zu gefährden.
(Foto: Dorothee Warder)
Siegerin KKH Beacon Brilliand und Jose Goldstern als Reservesiegerin

Enge Entscheidungen bei den Mittleren Kuhklassen

Bei den mittleren Kuhklassen war die Anzahl aufgetriebener Kühe mit 55, die sich in 8 Richtklassen untereinander maßen, am stärksten. Hier sah man viele der bereits vorher bei den besten Sammlungen präsentierten Kühe auf vordersten Plätzen wieder. Die Reihe der 16 1a- und 1b-Kühe stellte dann aber die Preisrichterteams Hajo Leyschulte und Anna Gr.Börding sowie Andreas Lohmöller und Carina Nölker vor eine schwierige Aufgabe, denn letztlich waren es jeweils nur kleine Nuancen, die hier den Unterschied machten. Andreas Lohmöller kommentierte diese Entscheidung und sprach sich aufgrund ihrer Korrektheit, tadellosen Bewegung und Stärke in der Vorhand für die Ballmann’sche Bradnick Evelina aus, die zudem gegenüber den weiteren 3 Kühen in der Endlinie als einzige bereits 3 Kalbungen aufzuweisen hatte. Ihr folgte die bereits von den Schwarzbunt-Tagen her bekannte euterstarke Earnhardt Chiara von Kolckhorst-Kahle als Reservesiegerin. Die weiße stilvolle Robson-Tochter Emarobson von Gr. Klussmann sowie BAL Lotta (Dempsey x Ramos) gingen damit bei dieser Siegerentscheidung leer aus.
(Foto: Dorothee Warder)
RS KKH Earnhardt Chiara und Siegerin der mittleren Kuhklassen BAL Bradnick Evelina

5 starke Färsenklassen zum Abschluss

Die zu dieser Tierschau gemeldeten Färsen waren in 5 Richtklassen aufgeteilt, wobei letztlich in jeder Richtklasse 8 oder mehr Färsen zu richten waren. Auch hier waren die Richtentscheidungen sowohl innerhalb der Klassen als auch am Ende bei der Siegerauswahl sehr knapp und eng. Durchweg zeigten zudem nahezu alle Färsen gute Stärke und genügend Körpersubstanz. Dies galt nicht nur für die ältesten Färsen, bei denen sich die Schwarzbunt-Tage-Siegerin KKH Defender Madlen knapp vor der rotbunten Ladd P-Tochter Halligalli von Ballmann durchsetzen konnte. Dieses gut zueinander passende Duo konnte sich auch für die Endlinie qualifizieren. Ihre stärkste Konkurrentin war dort die aus einer ebenfalls enorm starken Richtklasse hervorgegangene Joyride-Tochter Sunset von Schulze-Placke, die dann schließlich aufgrund von noch etwas mehr Stil und Feinheit den Siegertitel davontragen konnte vor Defender Madlen von Kolckhorst-Kahle. Bei den weiteren Klassensiegern unter den Färsen waren u.a. eine von Redecker präsentierte Shotglas-Tochter aus der berühmten Larcrest-Kuhfamilie aus den USA, eine als Trägertier von Thomas Nölker übernommene Leonardo PP und schließlich die Topfärse von der Juli-Auktion (Kingpin Martha) von Rückin in Schwagstorf (Verkäufer: Nesslage). Dies zeigt auch eindrucksvoll die Bandbreite der züchterischen Möglichkeiten eines Betriebes.
(Foto: Dorothee Warder)
Siegerin der jungen Klassen Joyride Sunset und RS KKH Madlen Defender

Jungzüchter-Wettbewerb mit herausragenden Leistungen

Um 12.15 Uhr startete der Jungzüchtervorführwettbewerb im Ring 3. In diesem Jahr hat Lennert Landwehr aus Steinhagen den Wettbewerb gerichtet. Er hat selbst schon mehrmals erfolgreich an großen Jungzüchtervorführwettbewerben teilgenommen und konnte somit seine Platzierungen verständlich kommentieren und den Teilnehmern einige Tipps zur Verbesserung ihrer Vorführleistung geben.

Die ersten und jüngsten Starter waren die 6- bis 9-Jährigen, die bereits Leistungen für überregionale Wettbewerbe zeigten. Für die Siegerauswahl Jung qualifizierten sich Maximilian Kühn, Laura Kolckhorst-Kahle, Henrika Brunsmann, Benno Hartlage, Madita Wißmann, Maira Rückin, Lenja Rückin und Friedrich Bielefeld. Den Titel Sieger Jung holte sich Madita Wißmann aus Suttorf mit ihrem schicken roten Ju Red-Kalb FWS Beauty-Star vor Maximilian Kühn aus Hagen.



Siegerin jung: Madita Wißmann
Reservesieger jung: Maximilian Kühn
(Fotos: Dorothee Warder)
Daraufhin folgten die mittleren Klassen mit den 10 bis 15 Jahre alten Teilnehmern. Aus den vier Klassen schafften es Maira Beyer, Mila Bruning, Theo Ballmann, Niklas Reinermann, Vanessa Berling, Steffen Loxtermann, Klara Ballmann und Lena Berling in die Endauswahl. Letztendlich konnte Maira Beyer mit ihrem Louis-Kalb Diva de Luna den Preisrichter von sich überzeugen. Den Reservesieg sicherte sich Klara Ballmann aus dem Vennermoor.


Siegerin mittel: Maira Beyer
Reservesiegerin mittel: Klara Ballmann


Bei den Ältesten stieg das Nivau immer weiter an und bei der Siegerauswahl machten die kleinsten Nuancen den Unterschied aus. Um den Sieg kämpften hierbei Oliver Krüger, Katharina Berling, Sophie Altevogt, Theresa Bekehermes, Ulrike Schulze und Nils Kolckhorst-Kahle. Trotz Tiertausch und weitere Aufgaben fiel dem Lennert Landwehr die Entscheidung sehr schwer. Den Titel gewonnen hat Ulrike Schulze aus dem Vennermoor vor Sophie Altevogt aus Hagen.


Siegerin alt: Ulrike Schulze
Reservesiegerin alt: Sophie Altevogt


Die besten Typtiere waren bei den jungen Klassen die Kaluscho-Tochter von Laura Kolckhorst-Kahle, eine Barolo von Benno Hartlage, eine rote Ju Red von Madita Wißmann sowie eine Missouri von Lenja Rückin. Von der mittleren Altersgruppe schaffte es eine rote Deko-Red von Johannes Luft, eine Kerrigan von Niklas Reinermann, eine Lector von Mikka Wißmann und eine County von Klara Ballmann in die Endrunde. Von den ältesten Jungzüchtern kamen folgende Rinder in die Endauswahl zum besten Typtier – eine Madison von Katharina Berling, eine Garant von Sophie Altevogt und eine Byway von Jasmin Redecker. Die Entscheidung zum besten Typtier fiel auf die feminine Byway aus einer VG-86 Gold Chip von Jasmin Redecker.

(Foto: Dorothee Warder)