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Osnabrücker Kreistierschau in Vennermoor

Eine gelungene Werbung für die Landwirtschaft - mit Topkühen in allen Kategorien

Tierschauen unter freiem Himmel sind hinsichtlich der Aussteller-Zufriedenheit und vor allem des Publikumsinteresses immer stark abhängig von den äußeren Witterungsbedingungen. Diese waren am Sonntag, dem 7. September 2014, auf dem traditionsreichen Gelände bei Beinker in Vennermoor glücklicherweise ideal. Somit wurden die Aussteller des Bauernmarktes, der Gewerbeschau und vor allem die Tierzüchter durch einen sehr guten Publikumszuspruch von 4.000 Zuschauern belohnt. Den größten Anteil der Tierschaubeschicker stellten wie immer bei dieser Veranstaltung die Milchviehhalter aus dem Tierschaubezirk Wittlage und umliegenden Rindviehzuchtvereinen. Neben etwa 150 ausgestellten Kühen waren auch die Jungzüchter aus dem gesamten Zuchtgebiet mit 50 Teilnehmern/innen sehr gut vertreten, so dass die Preisrichter in allen Kategorien eine herausfordernde Aufgabe zu meistern hatten, die ihnen aber offensichtlich viel Freude bereitete. Das Richtgeschehen lief über den ganzen Tag. Im großen Ring gab es nach den jeweiligen Siegerauswahlen immer wieder besondere Schaunummern – von Voltegier-Präsentationen bis hin zu einer Vorstellung der Gesellschaft für gefährdete Haustierrassen durch Dr. Brackmann. Somit wurden sowohl interessierte Verbraucher und ihre Familien, viele ehemalige Milchviehhalter sowie aktive Landwirte bestens unterhalten und zeigten sich von der Tierqualität hellauf begeistert, denn sicherlich hätten viele der teils am Ende der Klassen gehenden Kühe vermutlich vor 15 Jahren bei einer ähnlichen Schau durchaus ihre Klassen gewinnen können. Insofern ist eine solche Veranstaltung auch immer geeignet, den züchterischen Fortschritt in der Region zu dokumentieren.

Eindrucksvolle Kuhfamilien und starke Züchtersammlungen

Zum Auftakt bei den Kuhfamilien hatten die Preisrichter Guido Simon aus Sundern und Bernd Wentrup aus Borgloh die Wahl zwischen den 3 Töchtern aus der Shottle-Tochter Wellness von Kolckhorst-Kahle aus Haltern und den 3 Töchtern der früheren Vennermoor-Siegerin Goldwin Kate von Post aus Vennermoor. Aufgrund von etwas mehr Uniformität und Kaliber entschieden sie sich letztlich für die Wellness-Töchter von Kolckhorst-Kahle als Siegerfamilie.

Bei den nachfolgenden Züchtersammlungen mit jeweils 3 Kühen pro Betrieb schickten natürlich die meisten Teilnehmer ihre besten Kühe ins Rennen, so dass die Zuschauer bereits einen Vorgeschmack auf die späteren Einzelklassen bekamen. Bei den Betrieben mit über 100 Kühen beeindruckte das Damenpreisrichterteam, bestehend aus Andrea Perk und Kirsten Waldmann, am meisten die Sammlung von Klöcker-Jürgens aus Schwege, die angeführt wurde von der drittkalbigen und bereits zweimal bei den Schwarzbunt-Tagen 1b platzierten Mr.Burns-Tochter KJH Madison. Aber auch die kleineren Betriebe konnten eindrucksvoll demonstrieren, dass sie in der Lage waren, äußerst gut zusammen passende Topkühe aus ihrem Bestand zu einer Sammlung zusammen zu stellen, so dass hier die Richtentscheidungen mit bis zu 5 Sammlungen pro Klasse sehr eng waren. Für die Siegerauswahl setzten sich die Sammlungen von Marquard in Icker, Redecker in Schwagstorf, Brockmann in Icker sowie Ballmann in Vennermoor durch. Bei der Wahl der Siegersammlung gab es eine sehr knappe und enge Entscheidung zwischen den mit top Eutern ausgestatteten schliffigen Redecker’schen Kühen bestehend aus 2 Ashlar-Töchtern in der 2. Laktation und einer älteren Windbrook-Färse und andererseits die etwas kapitaleren und mit mehr Breite ausgestatteten Ballmann’schen Kühe, die von der viertkalbigen Wizzard Oboe angeführt wurde. Letztlich gaben die Preisrichter den Ballmann’schen Kühen nicht zuletzt wegen des Alters einen leichten Vorzug und kürten sie zur Siegersammlung.
 Glückwunsch zur Siegersammlung

Viele bekannte Schaugrößen in älteren Kuhklassen

Bei den 6 älteren Kuhklassen beeindruckte die Qualität und Frische der Kühe sowohl Preisrichter als auch Zuschauer. Als Sieger dieser Einzelklassen setzten sich am Ende allerdings ausschließlich Kühe durch, die auch bereits durch frühere erfolgreiche Präsentationen auf Verbandsschauen bekannt waren. In der ältesten Kuhklasse war es Classic Karmelinda von Kolckhorst-Kahle, die bereits bei 86.500 kg Lebensleistung liegt und immerhin schon fünfmal bei den Schwarzbunt-Tagen beteiligt war. In der zweiten Klasse setzte sich mit der pechschwarzen Manager-Tochter Nostalgie von Rottmann-Otte in Holte keine minderbekannte Kuh durch. Vervollständigt wurde die Liste der Klassensieger durch die kapitale Roumare Wellcam von Kolckhorst-Kahle, die aus der Topkombination Jose x Ramos stammende Goldstern von Zarth in Wimmer, die KJH Mr.Burns Madison von Klöcker-Jürgens sowie Wizzard Oboe von Ballmann. Obwohl sich alle genannten Kühe und auch die jeweiligen 1b-Kühe hervorragend präsentierten, war doch für die Preisrichter schnell klar, dass an diesem Tage KJH Madison die Nase vorn haben würde und somit erstmals nach vielen zweiten Plätzen einen großen Erfolg für sich verbuchen konnte. Von den weiteren Schaugrößen entschieden sich die Richter/innen aufgrund ihrer beeindruckenden Frische mit mehr als 8 ½ Jahren Alter für die weiße Karmelinda von Kolckhorst-Kahle als Reservesiegerin.

 
Siegerin alt - eine imponierende und in allen Belangen überzeugende Kuh

Doppelerfolg für Redecker mit Kühen aus einer Richtklasse

Am stärksten besetzt bei dieser Tierschau war die Kategorie der Zweit- und Drittkalbskühe (mittlere Kuhklassen) mit 8 Richtklassen. Die Breite der Qualität im Vennermoor wurde hier u.a. dadurch deutlich, dass fast jede Klasse von einem anderen Betrieb gewonnen wurde – nur bei den letzten beiden Richtklassen gelang es überraschenderweise dem sonst in diesem Metier nicht so stark aktivem Betrieb Witte & Anneken aus Schwege zunächst mit einer Talent und nachfolgend mit einer äußerst kompletten beeindruckenden Pagini-Tochter zwei Klassensieger hintereinander zu stellen. Aus der Gruppe der insgesamt 16 1a und 1b Kühe für die Siegerauswahl hätten viele Kühe wie z. B. die weiße Basic-Tochter Tanja von Stockhowe aus Campemoor oder die äußerst stilvolle dunkle Alexander My Lady von Kolckhorst-Kahle eine besondere Erwähnung verdient, aber an diesem Tag war das Paar der beiden äußerst stilvollen und mit Spitzeneutern ausgestatteten Ashlar-Töchter Lina und Sina von Redecker in Schwagstorf aus der Klasse 11 nicht zu schlagen und sicherte sich somit sowohl Sieger- als auch Reservesiegerpreis in dieser hart umkämpften Kategorie.


Die beiden Ashlar-Töchter von Redecker - Sieger Mittel

Auch Kolckhorst-Kahle erwischt einen Gewinner-Tag

Mit ähnlichem Verlauf ging es bei den Färsen weiter, denn hier beeindruckte sowohl die Siegerin der ältesten Klasse, die kapitale und mit einem enorm hoch und breit angesetzten kastenförmigen Euter ausgestattete Windbrook von Redecker genauso wie die Siegerin der jüngsten Färsenkategorie, die dunkle fehlerlose Wizzard-Tochter GKC Elektra von Gr. Klussmann. In punkto Euterqualität und Beaderung war die pechschwarze und mit einem beeindruckenden Euter ausgestattete Barnaby von Redecker ein „Eye-Catcher“. Am Ende entschieden sich die Preisrichter aber für das Siegerpaar aus einer einzigen Richtklasse, nämlich der stark besetzten Klasse 16, weil diese beiden Färsen insgesamt die komplettesten und damit besten der diesjährigen Kreistierschau waren. Es handelt sich hier um die hellbunte aus Ramos stammende Beacon Brilliand von Kolckhorst-Kahle vor der seit ihrer Präsentation auf den letzten Schwarzbunt-Tagen sich hervorragend weiterentwickelten und äußerst korrekten Macon Narzisse von Ballmann.

Wie bei jedem züchterischen Wettstreit gibt es natürlich neben vielen verschiedenen Klassensiegern (immerhin 12 verschiedene Aussteller bei den Einzelklassen) am Ende auch immer einige besonders erfolgreiche Betriebe und das waren in diesem Jahr sicherlich vor allem die Betriebe Redecker aus Schwagstorf, Ballmann aus Vennermoor und Kolckhorst-Kahle aus Haltern, wobei letzterer auch noch bei den Jungzüchtern erneut mit einem Siegertitel nachlegte.


Sieger der jungen Kuhklassen (rechts Sieger, links RS)

Jungzüchter-Wettbewerb auf hohem Niveau

Der Jungzüchtervorführwettbewerb startete um 12:00 Uhr. Die diesjährige Preisrichterin, Kristina Oltrogge aus Schweringen, war selbst bereits häufig bei solchen Wettbewerben sehr erfolgreich und verstand es somit gut und einfühlsam, ihre Rangierungsergebnisse zu kommentieren und den Teilnehmern Tipps für die weitere Verbesserung ihrer Vorführtechnik zu vermitteln. Es ging los mit den jungen Klassen. Hier konnten sich für die Siegerauswahl Karina Winter, Maira Beyer, Lena Lammerding, Marleen Rottmann, Alina Macke und Mika Wissmann durchsetzen. Letztendlich konnte sich Lena als Siegerin durchsetzen vor der erst 7-jährigen Maira, die für ihr Alter auch bereits eine beeindruckende Vorführleistung zeigte.

Danach ging es mit den mittleren Klassen weiter. In den vier Einzelklassen stachen zwei Vorführer mit ihren ausgewählten Tieren heraus - die bereits bei früheren Wettbewerben mit vorderen Platzierungen ausgezeichneten Matthis Kühn und Oliver Krüger. Ihre Vorführleistung und -haltung sowie ihre volle Konzentration und stetig Aufmerksamkeit gegenüber den Anweisungen der Preisrichterin waren herausragend. Aber auch die weiteren Klassensieger, Lennart Meyer und Felix Niederniehaus überzeugten mit sehr soliden Leistungen. Bei der Siegerauswahl Mittel fiel schnell die Entscheidung zugunsten von Matthis Kühn, der mit seinem Tier ein äußerst harmonisches Paar abgab und damit seine älteren Konkurrenten einschließlich des Reserversiegers, Oliver Krüger, in Schach halten konnte.


Sieger und Reservesieger mittel des Jungzüchterwettbewerbs

In der alten Klasse wurden die Klassengrößen kleiner, aber das Niveau immer höher und besser. Hier konnten Sophie Altevogt, Jan Kuhlmann, Nils Kolckhorst-Kahle und Ulrike Schulze besonders auf sich aufmerksam machen. Diese vier Jungzüchter standen auch in der Siegerauswahl für den Grand Champion-Titel. Mit großer Spannung wurde auch diese Entscheidung erwartet. Grand Champion bei den „Älteren“ wurde Nils Kolckhorst-Kahle. Reservesiegerin Sophie Altevogt. Ebenso wie in der kurzen Dankesrede von Kristina Oltrogge an die Teilnehmer wollen auch wir von der OHG einen großen Dank an alle Teilnehmer für die wochenlange Vorbereitung auf diesen viel beachteten Wettbewerb aussprechen und wünschen ihnen für die Zukunft weiterhin ein „glückliches Händchen“ bei weiteren Jungzüchterwettbewerben.

 

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