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36. Internationale Osnabrücker Schwarzbunt-Tage

Nach dem überraschend guten Besuch und Verlauf im Vorjahr konnte man bei den diesjährigen Internationalen Osnabrücker Schwarzbunt-Tagen kaum mit einer Steigerung bei Besuch, Tierqualität und Auktionsverlauf erwarten. Trotzdem gelang es erfreulicherweise, die tolle Vorjahresveranstaltung nochmals in vielen Bereichen zu toppen.

Zugegebenermaßen waren die äußeren Rahmenbedingungen durch die günstige Wetterlage mit Temperaturen im Plus-Bereich und Sonnenschein für diese Jahreszeit außergewöhnlich gut. Bei den Voranmeldungen für die diesjährige Veranstaltung war bereits absehbar, dass die Schwarzbunt-Tage so international wie selten zuvor werden würden. Da gerade die weit angereisten Gäste neben dem Schauprogramm am Samstag auch gerne weitere Informationen über die Milchviehhaltung in Praxisbetrieben sowie die Arbeit der OHG erfahren wollten, wurde am Freitag eine Exkursion angeboten. Dort fanden sich dann der überwiegende Teil der internationalen Gäste aus mehr als 20 verschiedenen Ländern und auch einige von weiter angereiste Besucher aus dem Inland ein und wurden auf 2 Busse verteilt. Neben den interessanten und in den letzten Jahren deutlich gewachsenen Top-Zuchtbetrieben von Meyer in Kettenkamp und Bielefeld in Dalvers bzw. der Roboter-Betrieb Willmann in Schwege fand auch der Besuch vor Ort bei der OHG mit Vorstellung einiger Bullen und Besuch der umgebauten Donor-Station mit genomischen Top-Jungrinder, die dort zum ET vorbereitet werden, viel Interesse. Erstaunlich ist bei solchen Rundreisen, wie schnell die internationale Völkerverständigung um sich greift, sprachliche Hürden schnell überwunden sind und ein reger Informationsaustausch zwischen allen Teilnehmern entsteht. 

Halle Gartlage erstrahlt in neuem Glanz

Am Freitagabend trafen sich dann diese Besucher gemeinsam mit den ausstellenden Züchtern sowie weiteren zum Abend hin angereisten Gästen zum Züchterabend ein. Für die gute Stimmung sorgte nicht nur das gute Essen und die Getränkeversorgung, sondern auch das Ambiente durch die nach und nach durchgeführten Renovierungen an der Halle sowie der Ausschmückung durch die Mitarbeiter für die Schwarzbunt-Tage. Auch die eingeladenen potentiellen Veranstalter für sonstige Events in der Halle Gartlage waren begeistert von der Präsentation der Tiere in der Halle aber auch von dem besonderen Charme, die diese altehrwürdige Halle mit ihrer Holzkonstruktion in Verbindung mit liebevollem Blumenschmuck, spezieller Ausleuchtung bietet, um hier eine positive Feierstimmung für alle Gelegenheiten anzubieten. Aber natürlich überwogen an diesem Abend die Fachgespräche zu aktuellen Zuchtthemen wie die präsentierten Nachzuchten, neue genomische Bullen und welches denn wohl die aussichtsreichsten Kandidaten bei der Schau sein würden. 

Beeindruckende Siegerfärse wurde spontan als weiteres Highlight für die Auktion ergänzt

Die Entscheidung hierüber oblag in diesem Jahr Cord Hormann aus Warmsen, der nicht nur wegen der vergleichsweise kurzen Anreise, sondern vor allem durch seine Ausbildung zum Agraringenieur an der Hochschule eine besondere Beziehung zu Osnabrück hat und somit das Preisrichteramt in diesem Jahr gerne übernommen hatte. Den Auftakt bildeten wie immer die Färsen, die sich in diesem Jahr in 3 Klassen mit jeweils 9 Tieren aufteilten. Bei den jüngsten Färsen setzte sich die dunkle Mr. Sam-Tochter GoB Noelle von der Goldstein GbR als kompletteste Färse mit harmonischem Körperbau und dem besten Euter in der Klasse durch vor der hellbunten jugendlichen und mit Top-Fundament ausgestatteten Shottle Marika von Kolckhorst-Kahle.

Die mittlere Färsenklasse war insgesamt die ausgeglichenste, hatte aber in der dunkel gezeichneten Goldwin-Tochter Ellen von Langkamp eine klare Siegerin, die durch ihren Typ, Glanz und vor allem herausragenden Euter mit enorm viel Hintereuterbreite und –höhe herausstach. Auf dem Ib-Platz folgte erneut eine Shottle-Tochter, und zwar die aus der Dorothee-Familie stammende Donate von Marquard. In der Klasse 3 konnten sich trotz ihres fortgeschrittenen Laktationsstadiums die beiden ältesten Erstkalbskühe hinsichtlich ihrer Qualität und nach wie vor faszinierenden Milchtyp durchsetzen. Den Klassensieg errang die in puncto Milchtyp und Seitenbild überragende Baxter-Tochter KNS Rapunzel aus der Radieuse-Familie von Niermann vor der mit einem auffallend gut beadertem und festem Voreuter imponierende Virzil-Tochter AMA Miss Mapel von Asmuss in Wulften. Bei der Siegerauswahl entschied sich Cord Hormann zunächst für die drei 1 a-Platzierten als besten Färsen für die Endlinie und aufgrund des beeindruckenden Hintereuters in Verbindung mit Milchtyp und Länge letztlich für die schwarze Ellen von Langkamp als Siegerfärse, die von der äußerst korrekten und sicher mit viel Zukunftspotential ausgestatteten GoB Noelle von Goldstein als Reserve-Siegerin gefolgt wurde. Für den Zuchtbetrieb Langkamp, der im Laufe des Jahres die Milchviehhaltung nach und nach aufgeben wird, war dies zweifellos der bislang größte und herausragendste Zuchterfolg. Somit wurde spontan die Entscheidung gefasst, die Siegerfärse kurzfristig für die Top Genetik-Auktion am Nachmittag als weiteres Highlight zu ergänzen. 

OHG-Bullen dominieren bei den Zweitkalbskühen

Den größten Anteil am diesjährigen Schaukontingent stellten die 33 Zweitkalbskühe, die in 4 Richtklassen aufgeteilt waren. In der jüngsten Kategorie war die aus der Erfolgskombination Jose x Ramos stammende Lorena von Alfons Annen durch ihre Korrektheit und vor allem ihr enorm fest angesetztes gut beadertes Euter nicht zu schlagen. Diese Euterqualität kommt nicht von ungefähr, denn ihre Mutter, die Ramos-Tochter Loreen, ist mit 93 Punkten für Euter nicht nur eine der in diesem Merkmal am höchsten bewertete Kühe, sondern hat als alte Kuh durch diese Qualität in den letzten 3 Jahren jedes Mal ihre Richtklasse gewinnen können. Angesichts ihre Größe, ihren Stil und vor allem ihre Knochenqualität platzierte sich in dieser Klasse die im letzten Jahr als Siegerin der Torelli-Nachzucht bereits auffällige MEY Astella von Meyer auf Platz 2. Auch in der nachfolgenden Klasse waren sogar die drei Klassenbesten jeweils Töchter von OHG-Bullen. Als Klassensiegerin setzte sich die bislang noch nicht auf Ausstellungen gezeigte Goldino-Tochter Lola von der Klöcker-Jürgens GbR (Züchter Bauer, Monschau) mit ihrem imponierenden breiten Hintereuter sowie schöner Vorhand und fester Oberlinie durch. Wenn man bedenkt, dass Lola’s Mutter nur mit 80 Punkten bewertet ist, demonstriert sie eindrucksvoll, was der Exterieur-Vererber Goldino in nur einer Generation verbessern kann. Auf Platz 2 folgte die mit sehr viel Stil, Länge und top Fundamenten ausgestattete Rosalyn von Langelage aus der Erfolgskombination Wizzard x Lancelot. Den 3. Platz belegte die sehr harmonische Jose-Tochter BIL Odol. Die Klasse 6 wurde dominiert von einem Duo aus dem Zuchtbetrieb Meyer, wobei die Roumare-Tochter Atlanta wegen ihrer enormen Tiefe und des beeindruckenden Körpers vor der Goldwin-Tochter Madeira (Vollschwester zum Exterieur-Vererber Goldboy vom RSA) überzeugte. Madeira nutzte ihre Vorzüge in der Festigkeit der Oberlinie und im Becken und konnte damit die im letzten Jahr als Nachzuchtsiegerin erfolgreiche und nun frisch abgekalbte Goldino-Tochter Lima von Wille auf Platz 3 verweisen. Bei den ältesten Zweitkalbskühen stand sehr schnell für Cord Hormann fest, dass hier die älteste Teilnehmerin, die bereits früher erfolgreiche Ramos-Tochter KNS Dorflady, den Rest der Klasse klar überragte und vor allem ihre Vorzüge in der Korrektheit des Skelettes und in der Höhe des Euterbodens nutzte gegenüber der nachfolgenden H-Tom-Tochter KJH Miranda, die sich durch ihren Typ und breites Hintereuter als Milchkuh par excellence präsentierte und die aus dem Test stammende Showtime-Tochter Nella von Nesslage auf Platz 3 verwies.

KNS Dorflady
Siegerin der mittleren Klassen - KNS Ramos Dorflady

Für die Endlinie wählte Cord Hormann neben der weißen KNS Dorflady die schwarze körperstarke MEY Atlanta und die äußerst jugendliche Jose-Tochter Lorena aus. Bei ihr hob er hervor, dass sie sicher von allen Zweitkalbskühen die beste Euterkuh ist und viel Zukunftspotential besitzt, aber als Siegerduo entschied er sich für die deutlich körperstärkeren und somit bereits kompletteren Kühe, wobei auch hier die Entscheidung klar zu Gunsten von Dorflady als Siegerin ausfiel vor MEY Atlanta als Reservesiegerin. 

Viele bekannte Schaugrößen bei alten Kühen und GoB Karo gewinnt im dritten Anlauf

In den älteren Kuhklassen waren erwartungsgemäß viele bereits von früheren Schauen her bekannte Kühe vertreten. Bei der ersten Kategorie mit Drittkalbskühen setzten sich drei sehr jugendliche Kühe mit Top-Eutern durch, wobei letztlich die Shottle-Tochter AMA Negro von Asmuss ihren Vorjahreserfolg als Klassensiegerin wiederholen konnte und die beiden ebenfalls im Vorjahr gut platzierten Kühe Rocco Kira von Starke auf Platz 2 und Ramos Bessy von Kettmann (Züchter: Böhmann) auf Platz 3 verwies. Bei den älteren Drittkalbskühen war es keine Überraschung, dass die früher einmal als Färse erfolgreiche und auch in diesem Jahr bei der DHV-Schau vertretene Ramos Honduras von Reinhard Annen durch insgesamt mehr Qualität und Feinzelligkeit und vor allem das beste Euter der Klasse die sehr kraftvolle und ebenfalls im Vorjahr 1 b-platzierte Jose Geranie FT von Milch & Holsteins GbR auf Platz 2 verwies. Dann folgte hier mit der bekannten Nachtigall von Rottmann, die ebenfalls mit der Kombination von Ramos x Dorado ein reines OHG-Pedigree aufweist.

Die nachfolgende Klasse 10 war mit 8 Viertkalbskühen besetzt, von denen bereits 6 früher auf Schauen recht erfolgreich waren. Bereits im Vorfeld war man sich einig, dass die Entscheidungen in dieser Hammer-Klasse besonders eng und spannend sein würden. Letztlich gelang es erneut der weißen Derek-Tochter KJH Indiana von Klöcker-Jürgens dank ihrer Komplettheit im Körper und ideale Kombination von Milchtyp und Stärke sowie Vorzüge im Fundament sich durchzusetzen vor der großen extremen und mit bestem Euter ausgestatteten Goldwin-Tochter Grand Prix von Niermann (Züchter: Gieseking). Auf Platz 3 folgte dann die letztjährige Reserve-Siegerin und erneut durch Qualität von Kopf bis Fuß und insbesondere im Euter imponierende Talent-Tochter Seestern FT von Annen. Auch die letzte Klasse der ältesten Kühe war nicht einfach zu richten wegen der erwartungsgemäß etwas unterschiedlichen Art der Kühe. Klar an der Spitze behauptete sich die durch ihren Milchtyp und Stil sowie enorm festes Euter mit besonders starkem Zentralband herausragende Aaron-Tochter GoB Karo von Goldstein. Zwischen Platz 2 und 3 wurde es dann sehr eng, wobei sich letztlich aufgrund von etwas mehr Frische und Stärke die Ramos-Tochter Lewade von Dammeier vor der bekannten weißen, stilvollen KNS Gin Tonic durchsetzen konnte. Eine besondere Erwähnung erhielt die auf Platz 4 als älteste Kuh der Schau mit 7 Kälbern sowie über 80.000 kg Lebensleistung nach wie vor beeindruckend frische und mit Top-Fundament ausgestattete Rainman-Mutter Lessli FT von der Timmering-Brandl KG.

Für die Endlinie bei den alten Kuhklassen wählte Cord Hormann Honduras, KJH Indiana und GoB Karo aus. Angesichts ihres überragenden Euters für eine Viertkalbskuh und ihrer Vorzüge im Zentralband sowie Tiefe im Körper fiel die Entscheidung zugunsten von GoB Karo als Siegerin vor der weißen Indiana aus. Indiana verbuchte damit immerhin bereits zum dritten Mal in Folge einen Sieger- oder Reserve-Siegertitel bei den Schwarzbunt-Tagen für sich. Auch GoB Karo war bereits zum dritten Mal bei den Schwarzbunt-Tagen dabei, als Zweit- und Drittkalbskuh hatte es zwar auch bereits für vordere Platzierungen, aber nicht zu dem großen Erfolg wie in diesem Jahr gereicht. Jeder Züchter wünscht sich sicher solche Kühe, die sich hervorragend weiter entwickeln und im Alter immer noch besser werden. 

Nachzuchtgruppen mit interessanten Newcomern bis zu internationalen Wiedereinsatzbullen – Elvan-Halbschwester siegt vor einer JOEL-Tochter

Nach der Mittagspause wurden zunächst OHG-seitig 3 Nachzuchtgruppen aus dem Prüfeinsatz präsentiert. Den Anfang machte die 6-köpfige Icarus-Gruppe. Dieser Goldino-Halbbruder scheint im Vergleich zu Goldino der deutlich höhere Milchbulle zu sein. Die Icarus-Töchter können zwar im Rahmen, Milchtyp und Körper nicht ganz mit seinem Goldwin-Halbbruder mithalten, aber in puncto Korrektheit der Fundamente und Euterqualität konnte diese sehr ausgeglichene Gruppe sehr gefallen. Als Siegerin wählte Cord Hormann die kleinste, aber in jeder Hinsicht äußert korrekte Fiesta von Meyer in Kettenkamp, (Züchter: Westrup-Koch Milch GbR in Linne) aus.

Nachfolgend wurden 5 Töchter des Newcomers Joel präsentiert. Joel ist ein früher Jose-Sohn, der bislang nur einen rein genomischen Zuchtwert hat und somit erst im April einen ersten Töchterzuchtwert bekommen wird. Auf der Mutterseite von Joel steht die bekannte Ladys-Manor Ruby Jen-Kuhfamilie und seine Mutter ist eine Vollschwester des Typvererbers Marbach. Aus den bislang noch wenigen Abgekalbten waren 5 Töchter für diese Präsentation ausgewählt worden, die besonders hinsichtlich Rahmen, gut gelagerte Becken und Euterqualität zu gefallen wussten und für viele der Besucher als die wohl vielversprechendste Nachzuchtgruppe dieser Schwarzbunt-Tage angesehen wurde. Auch hier wählte Cord Hormann nicht die größte, aber die in allen Belangen korrekte und mit einem enorm fest ansitzenden Euter ausgestattete Iris von Trütken in Steinfeld als Klassensiegerin aus.

Anschließend wurden einige Topaz-Töchter aus dem Testeinsatz präsentiert. Topaz stammt aus der Kombination Toystory x Laudan Angelika FT VG-86 x Dorado Ansi DT VG-87 und ist von allen bei der OHG geprüften Toystory-Söhnen nicht nur der höchste nach RZG, sondern auch durch sein absolut fehlerfreies Zuchtwertprofil der kompletteste. Leider waren hier bei der Vorbereitung noch einige Töchter ausgefallen und durch bereits fortgeschrittenes Laktationsstadium bei vielen seiner Töchter die Auswahl ebenfalls eingeschränkt. Die verbliebenen Töchter konnten trotzdem die Qualität der Topaz-Nachkommen mit passender Größe, breiten Becken und vor allem fest ansitzenden Eutern mit hohem Euterboden eindrucksvoll demonstrieren, wobei sich die dunkle Lucy von Hagemeier in Gestringen für die Endauswahl der Nachzuchtsiegerin qualifizierte.

Abschließend wurden von CRI-Genetics bundesweit selektierte Töchter aus dem Wiedereinsatz des Champion-Sohnes Gavor präsentiert. Die großrahmigen Erstkalbskühe gefielen durch sehr viel Milchtyp und Euterqualität. Bei der Auswahl der besten Einzelkühe konnten sich die beiden aus dem OHG-Gebiet stammenden Gavor-Töchter Liane von Bösemeyer und GNH Kira von Grothaus-Nölker durchsetzen.

Bei der Auswahl der besten Nachzuchtkuh entschied sich Cord Hormann klar für Liane, die ihrerseits eine Halbschwester zu dem OHG-Genomic-Bullen Elvan (Eleve x VG-87 Goldwin x VG-87 Ramos) ist und betonte, dass diese junge Färse in puncto Qualität sicher mit den besten in der Verbandsschau präsentierten Färsen hätte mithalten können. Zur Reserve-Siegerin wählte Cord Hormann die durch ihr sehr fest ansitzendes Euter imponierende Joel-Tochter Iris von Trütken. 

Beste Top Genetik-Auktion in der Geschichte der Osnabrücker Schwarzbunt-Tage

Die Top-Genetik-Auktion der Osnabrücker Herdbuch eG überzeugte die nationale und internationale Kundschaft durch eine Balance zwischen Abstammung, Genomic und Typ. Jeder, der die Halle Gartlage am 28.01.2012 betrat, war beeindruckt von der ausgeglichenen und überzeugenden Typ-Qualität der Verkaufstiere. Beste Abstammungen nach Kuhfamilien, Leistungen, Einstufungen und ausschließlich gute und dabei fehlerfreie genomische Profile zeichneten die Verkaufstiere aus.

Die Gunst der Kunden verteilte sich auf die gesamte Breite des Angebotes und sorgte für gute Preise quer über das gesamte Sortiment. Mit 4.850 € als Durchschnittpreis war es die beste Auktion in der 36-jährigen Geschichte dieser Veranstaltung. Der Spitzenpreis von 7.000 € wurde dreimal erreicht. 4 weitere Tiere bewegten sich in der Rubrik zwischen 6.000 und 7.000 €, 8 Tiere zwischen 4.000 und 5.000 € und die weiteren 5 Tiere erzielten Preise zwischen 3.000 und 4.000 €. Die Hälfte der Tiere fanden Abnehmer in Deutschland, die andere Hälfte ging nach Holland, Belgien, Luxemburg und in die Schweiz.

Die drei Spitzentiere waren eine Snowman-Tochter aus VG-86 Goldwin Riviera, die vom Zuchtbetrieb Niermann in Schiplage angeboten wurde, eine Super-Tochter aus VG-87 Rabur Goldwin Panzer, die aus dem Embryo-Import stammt und vom Zuchtbetrieb Timpe in Grafeld vorgestellt wurde, sowie eine AltaIota-Tochter aus VG-87 Goldwin-Konny (und dann die Europasiegerin Outside Kora EX-93), die in dem Zuchtbetrieb Reinermann in Rüsfort für den Sale selektiert worden war.

Weiterhin erzielten eine Goldday-Tochter aus EX-90 Bolton Narzisse, sowie eine Fever-Tochter aus VG-89 Shottle Rieka - beide von Reinermann - je 6.300 € und eine Snowman aus EX-91 Goldwin Grand Prix aus dem Zuchtbetrieb Niermann 6.000 €.

Als Sondernummer kam zusätzlich die Siegerfärse der zuvor abgeschlossenen Schau zum Verkauf. Hier hatte in der Färsenklasse eine Goldwin-Tochter aus Lancelot aus Dorado alle Konkurrenten hinter sich gelassen. Diese Färse, von dem Betrieb Langkamp in Hellern ausgestellt, wurde zu Beginn der Auktion nach spannendem Bieterduell für 6.500 € einem OHG-Mitglied aus dem Raum Minden-Lübbecke zugeschlagen. Die sehr lebendige Auktion beendete eine gelungene Veranstaltung, die einmal mehr ihre Attraktivität als internationales Meeting, als Treffpunkt der Holstein Zucht, als informatives Medium für moderne Tierzucht unter Beweis gestellt hat.

Mit etwas Wehmut wurde zum Abschluss der Auktion mit einem lang anhaltenden Beifall speziell die Leistung von Klaus Büschken gewürdigt, der sich in einer bewegenden Ansprache nach 35 Dienstjahren von den Kunden und Mitgliedern auf dieser Bühne verabschiedete, da er in Kürze seinen wohlverdienten Vorruhestand antritt. 

Shandar-Tochter geht nach Slowenien

Gewinner des Kukalbes kamen aus Slovenien
Der glückliche Gewinner des Kuhkalbes kam aus Slowenien

In diesem Jahr hatten die Osnabrücker Jungzüchter als Verlosungskalb ein sehr schickes Shandar-Kalb aus der Michaela-Familie von Koch-Borgstede ausgewählt. Shandar als Nummer 1 Shottle-Sohn und auch Nummer 1 Leistungsbulle dürfte auf dieser sehr vererbungsstarken und auch auf Tierschauen erfolgreichen Kuhfamilie durchaus eine sehr interessante Anpaarung sein. Somit fand das Kalb bei vielen Besuchern großes Interesse und glücklicher Gewinner war letztlich ein Züchter aus Slowenien. 

Rangierungsergebnisse