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Top Genetik Auktion mit überragenden Ergebnis

Die Bandbreite der diesjährigen Top Genetik Auktion von abgekalbten Topfärsen bis hin zu herausragenden Typrindern und genomischen Spitzenprodukten hatte im Vorfeld überregional sehr viel Beachtung gefunden. Somit war es sicher bereits sensationell, dass die Gesamtsumme an Embryo-Verträgen diesmal deutlich über der 200.000 €-Grenze lag. Gleichwohl bedeutete dies noch keinerlei Garantie, dass dann auch tatsächlich die Interessenten jeweils ihre Kaufabsichten in die Tat umsetzten. Beim Auftakt mit den Abgekalbten setzte sogleich die erste Färse, eine Touchdown aus der Cinderella- bzw. Roxy-Familie, mit ihrer Top-Einstufung und ihrem beindruckenden eigenen Exterieur Akzente und letztlich war mit 4.000 € der erfolgreiche Bieter ein bekannter Zuchtbetrieb aus Sachsen. Vermutlich wird man diese Färse demnächst auf der einen oder anderen Schau wiedersehen. Die leistungsstärkste Färse mit hervorragendem Typ war die jüngste der Kollektion, die Commander-Tochter RR Candycrush aus der Juror Faith-Familie, die von Uwe Reinermann angeboten wurde und für 4.600 € in die Niederlande ging.

Bei den aus herausragenden Typfamilien stammenden Exterieurrindern lag das Preisniveau überwiegend einheitlich zwischen 2.200 bis 3.200 €, aber die mit einem g PTAT von 3.92 ausgestattete Jacoby-Tochter aus Atwood Corona von Hans-Jörg Specker zur Lage ragte hier schon heraus und war einem OHG-Züchter schließlich 7.000 € wert. Nachdem in den letzten 2 Jahren der Genomic-Markt schon fast wieder übersättigt zu sein schien und ins Stocken geraten war, zeigte das OHG-Angebot, dass für absolute Spitzenprodukte ohne Fehler im Profil und zugleich aus hochinteressanten Kuhfamilien sehr wohl ein großes Interesse besteht. Glücklicherweise hatten diesmal auch viele der OHG-Züchter ebenfalls einen ausreichend langen Atem, um sich einige dieser Produkte weiter für das OHG-Gebiet und damit das OHG-Zuchtprogramm zu sichern. Natürlich war das Interesse aus anderen Regionen Deutschlands und aus dem Ausland ebenfalls sehr groß. Vom Alter her war definitiv die Katalognummer 9, ihrerseits die ranghöchste Finder-Tochter überhaupt und auf der Mutterseite die zur Zeit äußerst erfolgreiche Mabelle-Kuhfamilie ein erstes Highlight, die nicht ganz unerwartet dann auch sogleich einen absoluten Top-Preis von 18.000 € erzielte. Dass allerdings auch weitere 5 Katalognummern die 10.000 €-Schwelle überschreiten würden, war im Vorfeld nicht zu erwarten.

Zu dieser absoluten Top-Gruppe gehörte als nächstes die von Udo Marquard angebotene hornlose 158er Adagio-P, aus der auf der Schau präsentierten MUH Commander Chanel VG-86, die sich nach langem Bieterduell ein bekannter Stammkunde aus Bayern sicherte. Ein erstes Rotbunt-Highlight setzte die von Reinermann angebotene 1. Wahl aus der genomisch nach wie vor sehr hoch rangierenden RR Apoll Australia, die sich ein OHG-Züchter für 11.000 € sicherte und sich für die Mission P-Tochter Abrakaboom entschied. Die von Weber & Weber angebotene mit Rotfaktor ausgestattete Styx-Red aus der Boss-Kuhfamilie fand sehr viel Interesse und ging letztlich für 10.500 € in die Niederlande; ihre Mutter, Royal Silver, hatte übrigens der Betrieb Weber selbst vor 2 Jahren bei der Top-Genetik-Auktion ersteigert. Zum absoluten Highlight entwickelte sich die bislang wohl kompletteste jemals angebotene homozygot hornlose KNS Sinai. Das enorme Potenzial dieses Tieres wollte sich ein ambitionierter junger OHG-Züchter nicht entgehen lassen und hielt damit auch der starken Gegenwehr großer Zuchtorganisationen stand und sicherte sich dieses wertvolle Zuchtprodukt schließlich für 27.500 €. Das zweitjüngste und zugleich im Exterieur höchste Kalb der Auktion, eine 158er Gymnast mit 149 RZE von Uhlmann-Escher war das letzte große Highlight mit 12.200 € und wird nun in einem niederländisch-deutschen Zuchtunternehmen von sich reden machen. Der Gesamtdurchschnitt der Auktion lag mit 6.896 € deutlich über den Ergebnissen der Vorjahre. Zugleich war die Verkaufsquote sehr zufriedenstellend; lediglich ein Tier mit besonderen Typ-Pedigree konnten nicht ganz die Erwartungen des Verkäufers erfüllen.

Vielleicht lag der Erfolg ja auch an dem überzeugenden Motto des Auktionsteams mit Pedigree-Leser Lukas Harms und Auktionator Jürgen Wiesehahn: „Die Zucht geht vorwärts und nie zurück mit Top-Genetik aus Osnabrück!“