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Super Ergebnis - Auf und ab bei den Rinderpreisen setzt sich weiter fort

Die weiterhin angespannte Situation am Milchmarkt führt auf den Zuchtviehauktionen zu sehr preisbewusstem Handeln aller Interessenten aus dem In- und Ausland. Dies hat eigenartigerweise im gesamten Kalenderjahr 2015 dazu geführt, dass regelmäßig nach einer guten Auktion wieder eine weniger gute folgte. Nach der bislang schwächsten Auktion im Oktober mit 1.358 € im Durchschnitt waren allerdings die Erwartungen für den November nicht unbedingt euphorisch. Im Vorfeld war die Katalog-Nachfrage recht schwach und außer einer polnischen Delegation hatten sich bis zum Vortag kaum Großkunden angemeldet. Erfreulicherweise wurden die Beschicker der Novemberauktion dann aber doch überrascht von einer von Anfang an und gerade auch zum Ende äußerst flotten Auktion bei den weiblichen Tieren und damit einem Preisanstieg um 295 € auf 1.653 €. Sicherlich war diesmal auch die Qualität sehr gut und im Vergleich zu früheren Auktionen der Anteil von Tiere mit Bekanntmachungen/Mängeln außergewöhnlich gering.

Beim Auftakt der Auktion mit den Deckbullen zeigt sich allerdings, dass auch dieses Marktsegment zur Zeit unter der geringen Investitionsbereitschaft leidet. Die angebotene Anzahl an Deckbullen (42) konnten letztlich nicht komplett abgesetzt werden, da im Moment viele Kunden aus Liquiditätsgründen den Ersatzkauf von Deckbullen aufschieben. Die verbliebenen Interessenten agierten zudem sehr preisbewusst, sodass deutlich mehr als 50 % der Bullen in der Preisspanne zwischen 900 € und 1.200 € verkauft wurden. Nur ein Bulle, ein von Bunge angebotener Tribune-Sohn aus Sudan x Bogart‘s Goldwin Joy erzielte mit 2.100 € einen Preis über der magischen 2.000er Grenze. Diesen Bullen sicherte sich ein Kunde aus dem Rheinland. Knapp dahinter folgte mit 1.900 € ein von Kolckhorst-Kahle angebotener – und ebenfalls in Klasse I prämierter – Balisto-Sohn aus Gerard Miriam VG-87 und damit ein Halbbruder zur aktuellen Nummer 1 Zuchtwertkuh in Deutschland. Dieser Bulle ging an einen Käufer aus dem benachbarten Westfalen.

Im Anschluss an die Bullen wurden die Färsen vermarktet. Die Kunden aus dem Inland, Belgien, Holland und Polen haben durch ihr aktives Bietgeschehen zu einem flotten Auktionsverlauf beigetragen. Sehr auffällig war, dass der Durchschnittspreis sich im Laufe der Auktion immer weiter erhöhte, so wurden die letzten 20 Katalognummer im Durchschnitt für 1.887 € zugeschlagen. Außerdem wurden die 5 jüngsten Färsen allesamt zwischen 2.400 € und 2.600 € zugeschlagen. Der absolute Höhepunkt der Auktion war die Katalognummer 207, eine Mascalese-Tochter aus einer VG-85 Wizzard von dem Betrieb Hocke aus Himbergen. Diese beeindruckende, mit 85 Punkten eingestufte Färse wurde für einen Sensationspreis von 4.400 € nach Holland verkauft. Sehr erfreulich war zudem, dass gut 20 weitere Färsen Steigpreise von 2.000 € und mehr erzielen konnten. In dieser Preiskategorie waren die folgenden OHG-Vererber gleich mit mehreren Töchtern vertreten: Beauty (4x) und Benson, Maxim sowie Select je 2x.

Den Abschluss der Auktion bildete ein kleines Kälberangebot von 5 Kälbern. Ein Design-Kalb und ein Modena-Kalb von dem Betrieb Kämper in Varl wurden für 370 € in das OHG Gebiet verkauft

Die nächste Zuchtviehauktion der Osnabrücker Herdbuch eG findet am 9. Dezember 2015 wie gewohnt in der Halle Gartlage in Osnabrück statt. Für die Auktion sind etwa 450 Tiere gemeldet.

 

Weitere Informationen zur Auktion und Vermarktungslage: 

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Milchpreis-setzt-Rinder-Zuechter-unter-Druck,zuchtbullen128.html