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Auslandskunden dominieren den Auktionsverlauf

Am 16.09.2015 veranstalte die Osnabrücker Herdbuch eG in der Halle Gartlage in Osnabrück die letzte Zuchtviehauktion im Geschäftsjahr 2014/2015. Bei den Züchtern ist angesichts des unverändert niedrigen Milchpreises von 25 ct die Situation sehr angespannt. Umso erfreulicher war der gute Verlauf der Auktion. Kunden aus Polen, Italien, Belgien und den Niederlanden sind angereist und haben den Auktionsverlauf bei den Färsen stark beeinflusst und zu einem guten Durchschnittspreis von 1.618 € beigetragen.

Zu Beginn der Auktion wurden wie gewohnt die Bullen versteigert. Angesichts des großen Angebotes von knapp 40 aufgetriebenen Deckbullen verlief hier der Auktionsauftakt eher etwas schleppend. Das galt diesmal durchaus auch für einige der in Klasse 1 prämierten sehr gut entwickelten Bullen. Andererseits zeigte sich auch deutlich, dass die Deckbullenkunden oft noch sehr „konservativ“ in ihrer Auswahlentscheidung sind und sich nicht allein auf genomische Ergebnisse verlassen, sondern nach wie vor, möglichst eingestufte Mütter mit sicheren Eiweiß-Leistungen im Pedigree wünschen. Drei Bullen erzielten Preise oberhalb der 2000 € Marke. Bei einem vom Betrieb Schulze-Placke angebotenen Balisto-Sohn stachen vor allem seine Eiweißwerte (+0,22 % im gZW) hervor und waren einem Kunden aus dem hannoverschen Zuchtgebiet 2.300 € Wert. Ein von Weber & Weber angebotener Balisto aus Atwood ging für 2.200 € nach Baden-Württemberg und ein sehr schicker Boss-Sohn aus der bei den Schwarzbunt-Tagen als Reservesiegerin ausgezeichneten Shottle-Napoli VG-89, der von Wissmann angeboten wurde, sicherte sich ein Kunde aus dem Saarland für 2.100 €. Insgesamt ging der Durchschnittspreis gegenüber der Vorauktion leicht zurück auf 1.391 €.

Im Anschluss an die Bullen folgte nahtlos die Versteigerung der Färsen. Das Bietgeschehen war von Beginn an sehr flott und wurde maßgeblich von den Auslandskunden mit bestimmt. Von den knapp 200 verkauften Rindern wurden etwa 65 % ins Ausland verkauft. Besonders die Kunden aus Holland und Belgien haben für gute Qualität hohe Preise gezahlt. Insgesamt 4 Färsen konnten einen Steigpreis von 2.500 € erzielen. Darunter war eine Shaw-Tochter von dem Betrieb Bunge aus Niedermehnen, dieses Rind hat sich ein Kunde aus Belgien gesichert. Die weiteren drei Rinder für 2.500 € gingen alle an einen Kunden aus Holland. Dazu gehören eine mit einem top Euter ausgestattete Meteor-Tochter von dem Betrieb Budke aus Vehs, eine Vampir-Tochter von dem Betrieb Rohlfing aus Pr. Ströhen und aus der Zucht von dem Betrieb Reinermann aus Rüsfort eine Shaw-Tochter. Neben diesen Spitzen Produkten konnten bei dieser Auktion auch durchweg vor allem die Töchter der beliebten OHG Bullen Beach, Secco und auch die ersten Friday-Töchter gefallen. Einen sehr guten Eindruck hinterließ auch die erste abgekalbte Select-Färse, die für 2.200 € verkauft wurde

Der Kälbermarkt war im Gegensatz zum Färsenmarkt nicht besonders flott. Einige Kälber konnten nur durch relativ hohe Preiszugeständnisse vermarktet werden. Den Höchstpreis von 550 € erzielte ein Select-Kalb von dem Betrieb Bunge aus Niedermehnen. Aus diesem Zuchtbetrieb konnten noch zwei weitere Select-Kälber für 420 € und 400 € zugeschlagen werden.

Die nächste Zuchtviehauktion der Osnabrücker Herdbuch eG findet am 14. Oktober 2015 wie gewohnt in der Halle Gartlage in Osnabrück statt. Für die Auktion sind etwa 450 Tiere gemeldet.