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Negative Milchpreisprognosen führen zu preisbewusstem Kaufverhalten

Die Stimmung der Milchbauern in Deutschland aber auch in ganz Europa wird zunehmend schlechter. Prognosen über weiter fallende Milchpreise führen bei vielen Milchviehbetrieben zu einem zurückhaltenden Kaufverhalten. Auch die Kunden aus Spanien, Belgien und dem Inland haben sehr preisbewusst geboten. Dies hat einen deutlich geringeren Durchschnittspreis bei den Färsen zur Folge. Auch die Sonderkollektion der Osnabrücker Summer Genomics (OSG) wurde durch die aktuelle Marktsituation etwas gebremst, da viele Milchviehbetriebe zur Zeit kaum Investitionen tätigen, die nicht unbedingt nötig sind.

Das Bullenangebot im Juni fiel diesmal etwas kleiner aus als bei den Vorauktionen. Qualitativ gab es aber deutliche Unterschiede bei den aufgetriebenen Bullen. Erfolgreichster Beschicker war zweifellos in diesem Segment der Zuchtbetrieb Bunge, der die drei teuersten Bullen stellte. Am meisten begehrt war ein Balisto-Sohn aus Epic und dann die Stammkuh Joy, den sich ein Kunde aus dem Weser Ems-Gebiet für 2.600 € sicherte. An zweiter Stelle folgte ein Alpine aus MoM Jomaira und somit ebenfalls Joy-Enkel für 2.400 € (bleibt im OHG-Gebiet) und ein weiterer Alpine aus Sudan ging für 2.000 € ebenfalls ins Weser Ems-Gebiet. Obwohl letztlich bis auf zwei Bullen alle Bullen verkauft werden konnten, gab der Durchschnittspreis um 56 € nach auf 1.355 €, da viele der schwächeren Bullen nur zu Preisen unterhalb der 1.000 €-Marke abgesetzt werden konnten.

Zu Beginn der Färsen wurde schnell deutlich, dass die Kunden sehr preisbewusst, aber auch qualitätsbewusst kaufen. Im Laufe der Auktion wurde das Bietgeschehen jedoch zunehmend flotter. Etwa 45 % der Färsen konnten nur Preise von 1.300 € und niedriger erzielen, wobei auch 20 % der Färsen Preise über 1.900 € erzielen konnten. Den Höchstpreis von 3.100 € bekam der Zuchtbetrieb Thöle aus Westendorf für eine enorm exterieurstarke und zugleich leistungsstarke Färse ohne Abstammung. Ein Kunde aus Belgien sicherte sich diese Färse. Eine Maredo Tochter von dem Betrieb Hartmann aus Rothertshausen wurde für 2.500 € zugeschlagen und ging an einen Kunden aus dem Kreis Warendorf.

Das Highlight dieser Auktion waren die Osnabrücker Summer Genomics. Diese Sonderkollektion hat viele Interessenten auch aus dem eigenen Gebiet angelockt. Aber auch bei dieser Sonderkollektion war ein zurückhaltendes Kaufverhalten vieler Milchbauern spürbar. Den Höchstpreis von 4.200 € erzielte die hornlose Missouri-Tochter von dem Betrieb Westrup-Koch Milch GbR. Diese Missouri aus der Barbie-Familie ist die höchste Hornlose aus dem OHG-Gebiet. Die ebenfalls sehr interessante spülfähige Go Now-Tochter aus der bekannten Joy-Familie von Bunge wurde für einen Preis von 3.800 € zugeschlagen. Alle weiteren Kälber wurden zu Preisen zwischen 1.200 € und 2.000 € zugeschlagen.

Die beiden Jungviehbetriebskollektionen von Bunge und Hartmann wurden im Anschluss an die OSG- Kollektion zusammen mit dem weiteren Kälberangebot verkauft. Die hohen Durchschnittspreise und die gute Verkaufsquote bei den Jungrindern und Kälbern zeigen, dass die Betriebskollektionen erfolgreich waren. Einen super Preis von 1.900 € konnte unter anderem eine Tribune Tochter aus der Joy-Familie von dem Betrieb Bunge erzielen. Insgesamt wurden ohne die OSG-Tiere 47 Kälber und Jungrinder zu guten Durchschnittspreisen vermarktet.      

Die nächste Zuchtviehauktion findet am 15.07.2015 in der Halle Gartlage in Osnabrück statt. Für diese Auktion werden in etwa 340 Tiere erwartet.